Das Drama des begabten Kindes

Die Suche nach dem wahren Selbst

Gemeinsame Leitthemen der in diesem Band enthaltenen drei Studien sind die Ursprünge des Selbstverlustes und Wege der Selbstfindung. Das Drama des begabten, das heißt sensiblen, wachen Kindes besteht darin, daß es schon früh Bedürfnisse seiner Eltern spürt und sich ihnen anpaßt, indem es lernt, seine intensivsten, aber unerwünschten Gefühle nicht zu fühlen. Obwohl diese „verpönten“ Gefühle später nicht immer vermieden werden können, bleiben sie doch abgespalten, das heißt: Der vitalste Teil des wahren Selbst wird nicht in die Persönlichkeit integriert. Das führt zu emotionaler Verunsicherung und Verarmung (Selbstverlust), die sich in der Depression ausdrücken oder aber in der Grandiosität abgewehrt werden. Die angeführten Beispiele sensibilisieren für das nicht artikulierte, hinter Idealisierungen verborgene Leiden des Kindes wie auch für die Tragik der nicht verfügbaren Eltern, die einst selbst verfügbare Kinder gewesen sind.

Lange bevor Hochbegabung zum Thema wurde hat Alice Miller sehr treffend beschrieben, was mit hochbegabten Kindern passiert, die bei narzisstisch bedürftigen Eltern aufwachsen.

Hochbegabung und Hochsensibilität

Grundlagen, Erfahrungswissen, Fallbeispiele

Hochbegabung ist vielfältig!

Das ABC des Lebens von hochbegabten und hochsensiblen Menschen

 Sie fühlen sich oft »fehl am Platz«? Vielleicht konnte Ihnen auch eine Psychotherapie bisher nicht helfen? Oder Sie sind selbst TherapeutIn und Ihre PatientIn hat psychiatrische Diagnosen, Sie haben aber den Eindruck, etwas stimmt dabei nicht? Dieses Buch ist eine Entdeckungsreise, um hochbegabte Kinder, Jugendliche und insbesondere Erwachsene zu erkennen bzw. sich selbst zu erkennen. Die Beiträge werden Betroffenen und deren Bezugspersonen sowie therapeutischen Fachleuten die Augen öffnen und ein leichteres Leben ermöglichen. Auch das Zusammenleben von Hochbegabten und Normalbegabten kann mit diesen Erkenntnissen harmonischer gestaltet werden.

Hochbegabte sind weder Genies noch arrogante Besserwisser. Hochsensible sind weder Mimosen noch überempfindlich – und viele Hochbegabte sind hochsensibel. Sie denken und fühlen facettenreicher, vernetzter, unmittelbarer, was ihr Leben und das Leben mit ihnen nicht unbedingt leichter macht. Aber wenn alle besser darüber Bescheid wissen, wie diese Potenziale auf gesunde Weise gefördert und genutzt werden können, gibt es mehr Entwicklungsmöglichkeiten: auf persönlicher Ebene, in der Partnerschaft, in Schulen, in der Wirtschaft, in der Politik – und nicht zuletzt hilft es uns, diejenige Welt zu gestalten, in der wir leben wollen. Das Buch vertritt erstmalig einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, es berücksichtigt Inhalte aus der Psychologie, Medizin, Psychiatrie, Pädagogik, Psychosomatik und alternativen Medizin wie Green Care. Es schließt die Lücke zwischen der allgemein üblichen Betrachtungsweise kognitiver Hochbegabung und einem breiteren Ansatz, wie zum Beispiel musische, kreative wie naturzentrierte und hochsensible Hochbegabung. Diese Diversität lässt sich neurowissenschaftlich belegen und therapeutisch wie persönlich nutzen!

Das Drama der hochbegabten Frau

Sie halten still, wenn sie über Dinge belehrt werden, die sie längst wissen. Sie erklären sich für beschränkt, weil sie eine törichte Frage nicht verstehen. So handeln Hochbegabte, die aus Angst vor sozialer Isolation und oft aufgrund traumatischer Erfahrungen ihre geistigen Fähigkeiten unterdrücken. Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer hat festgestellt, dass vor allem Frauen dazu neigen, die eigene Intelligenz zu verbergen. In seiner Analyse ergründet er die psychologischen Aspekte dieser oft unterdrückten Hochbegabung und gibt Einblicke und Hilfestellung.

Zu intelligent, um glücklich zu sein?

Viele Menschen haben besondere Begabungen und Fähigkeiten – aber wird das immer als Bereicherung erlebt? Nicht selten überfordern sie sich selbst und geraten in soziale Außenseiterrollen. Die französische Psychologin Jeanne Siaud-Facchin erklärt, wie sie selbstbewusst und glücklich mit ihrem Talent umgehen.

Jenseits der Norm

Die Autorin schildert Chancen und Probleme in sozialen Beziehungen und seelische Schwierigkeiten, die bei hochbegabten Kindern und Erwachsenen auftreten können. Sie zeigt Auswege aus der krisenhaften Erfahrung des »Andersseins« auf.

Ganz normal hochbegabt

Drei Millionen hochbegabte Erwachsene leben in Deutschland. Viele wissen nicht sicher um ihre besonderen Fähigkeiten und fühlen sich in diffuser Weise »anders«. Die erste Veröffentlichung speziell für hochbegabte Erwachsene erleichtert die Identitätsfindung.

Aussergewöhnlich normal

Sie erbringen intellektuelle Höchstleistungen, erfassen Zusammenhänge schneller als alle anderen – und bleiben dennoch oft weit unter ihren Möglichkeiten: Viele Hochbegabte, Hochsensible (sehr empathisch) und Hochsensitive (haben den 6./7. Sinn) verfügen über enorme Fähigkeiten, leiden aber oft an ihrer Besonderheit. 

Anhand vieler bewegender Fallgeschichten und mit erhellenden Hintergrundinformationen aus der Psychologie hilft Anne Heintze, die eigenen Begabungen zu verstehen und das innere Potential endlich voll auszuschöpfen.